Dafür wird der Regen in Südostasien und dem Osten von Australien vermutlich ausbleiben. Schwere Dürren könnten die Folge sein. Indonesien mit mehr als 5000 Kilometer Ostwestausdehnung entlang des Äquators rechnet mit dem Schlimmsten. "Die Regierung geht davon aus, dass 200.000 Hektar Felder ausdörren und ein bis zwei Millionen Tonnen weniger Reis geerntet werden", sagte Herry Purnomo vom Waldforschungszentrum (Cifor) und fügte hinzu: "Das ist optimistisch, wir rechnen mit doppelt so hohen Schäden." Eine Hiobsbotschaft ist El Nino aber vor allem für die Tropenwälder. "Die Gefahr ist groß, dass ab September, Oktober unkontrollierte Megabrände Millionen Hektar Naturwald auf Sumatra und Borneo vernichten, wie 1983 oder 1997/98", befürchtet Cifor-Landschaftsökologe David Gaveau. Damals gingen schätzungsweise fünf Millionen Hektar Wald in Flammen auf - eine Fläche größer als die gesamte Schweiz.